Die Zentralbahn hat in Meiringen die Werkanlagen erneuert. Herzstück ist die neue Schiebebühne, welche Züge und Lokomotiven bis zu 64 Tonnen schwer auf andere Geleise verschiebt. Die ganze 60 Tonnen schwere Schiebebühne wurde in unserem Werk in Schwanden gebaut, getestet und mit Schwertransport über den Brünig gefahren.
Die Zentralbahn baute eine neue Werkstatthalle in Meiringen, um ihre Triebzüge auf den neuesten technischen Stand zu bringen.
Herzstück der Anlage ist die neue Schiebebühne von Inauen-Schätti AG. Die Schiebebühne kann sich zu den verschiedenen Geleisen verschieben, funktioniert also wie ein quer verschiebbares Gleisstück. Sie bewegt Lokomotiven oder Wagen seitlich von einem Gleis auf ein anderes. So können Fahrzeuge auf engem Raum von einem Reparatur- oder Wartungsgleis zum nächsten ohne Weichen verschoben werden.
Schiebebühnen baut Inauen-Schätti AG seit über 20 Jahren, unter anderem für die SBB, die Verkehrsbetriebe Zürich oder die Wiener Linien. An der aktuellen Anlage wurde rund ein Jahr gearbeitet. Die Schiebebühne für Meiringen ist wiederum ein Prototyp, ist über 17 m lang und 5 m breit und fährt mit entsprechend langen Kompositionen 17 Geleise an.
Mit einem 20-rädigen Fahrzeug wurde die Schiebebühne von Schwanden nach Meiringen trans-portiert, wobei auf dem Brünig eine Baustelle zur Felssicherung gemeistert werden musste. Mit dem oben beigefügten QR-Code (https://www.youtube.com/watch?v=g1wairdAkms) kann der Schwertransport verfolgt werden.
Zu Jahresbeginn 2026 wurde die Schiebebühne auf die eingebauten Schienen gehievt und die separat transportierten Rampen abgeladen und zusammengebaut. Weil die Bühne flach ist und eine geringe Bodenfreiheit aufweist, sind 60 Tonnen Lasten zu bewegen eine besondere Herausforderung.