
Die Diagnose Lagerschaden der Umlenkscheibe der Bergstation Niederhorn führte zu unserem umgehenden Einsatz. Stark erhöhte Schwingungswerte im Bereich der Umlenkradlagerung deuteten auf einen Lagerschaden hin. Mittels Expressaufträgen besorgten und fertigten wir unter Hochdruck die notwendigen Teile.
Die Hauptkomponenten sind massiv und schwer: die Hohlwelle rund 800 kg sowie die beiden Lagerböcke je etwa 750 kg.
Neben dem Ersatz der Lager wurde empfohlen, die bestehende Hohlachse konstruktiv zu verstärken. Da wir auf der Baustelle keinen Kran zur Verfügung hatten, errichteten wir mithilfe eines Helikopters eine Montage-Nadel, um die Station zu demontieren sowie das Umlenkrad und die Lagerung auszubauen.
Nach dem Aufhängen des Zugseilspanngewichts und dem Abspannen des Zugseils wurde das Stationsdach, das Umlenkrad inklusive Lagereinheit vollständig demontiert. Der Ausbau bestätigte den diagnostizierten Schaden. Zusätzlich wiesen die Lagersitze der Lagerböcke Schäden auf, weshalb sie neu gefertigt wurden.
Die Umlenkscheibe wurde vor Ort auf dem Niederhorn mithilfe einer mobilen Ausdrehvorrichtung im Durchmesser um rund 4 mm vergrössert. Diese Technik steht heutzutage zur Verfügung und ermöglicht es, grosse Bauteile direkt auf der Baustelle zu bearbeiten.
Die neue Lagereinheit wurde im Werk Schwanden komplett vormontiert und geprüft. Die montierte Einheit wurde Anfang Dezember per Helikopter zur Bergstation transportiert.
Bereits Mitte Dezember wurde die Anlage an den Seilbahnbetreiber übergeben.